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  Einführung Der Philosoph und Mystiker Der klassische Mystiker Der Richter  

1871 Geburt von Hadschi Nemat, Ostad Elahis Vater, in Dscheyhunabad, einem kleinen kurdischen Dorf im Westen des Iran.

1893 Heirat von Hadschi Nemat und Sakinehchanom.

1895 Nur Ali Elahi (Ostad Elahi) kommt am 11. September in Dscheyhunabad zur Welt.

1897 Hadschi Nemat wird zum Verwalter von Vakil od-Doleh, dem Vorsteher und Gouverneur der Provinz von Kermanschah, ernannt.

1899 Hadschi Nemat erhält eine Stelle am Königlichen Gerichtshof von Kermanschah.

1901 In Folge einer überwältigenden spirituellen Erfahrung gibt Hadschi Nemat jegliches weltliche Leben auf, um sich ganz der mystischen Praxis zu widmen. Da er seinen asketischen Lebensstil nicht seiner Familie aufzwingen will, bietet er seiner Ehefrau die Scheidung an. Diese ist tief berührt von seiner Aufrichtigkeit und von der Kraft seiner Berufung und entschließt sich, an seiner Seite zu bleiben und ihn auf seinem Weg zu begleiten.
Hadschi Nemats erster Rückzug in völlige Askese.

1903 Die Familie lässt sich für ein Jahr in Sahneh nieder, das einige Kilometer von Dscheyhunabad entfernt ist. Hadschi Nemat legt die traditionelle Kleidung der Derwische an, die aus einem langen weißen Gewand besteht, und unternimmt seine erste Pilgerfahrt zum Mausoleum von Soltan, dem Gründer der Ahl-e Hagh, einer mystisch-religiösen Glaubensrichtung, der seine Familie angehört. Durch seine charismatische Persönlichkeit und seine mystische Ausstrahlung zieht Hadschi Nemat nach und nach zahlreiche Menschen an, die von seiner spirituellen Führung profitieren möchten.

1904 Unter der sorgfältigen Aufsicht seines Vaters beginnt für Nur Ali ein zwölf Jahre währender Zeitabschnitt des Rückzugs und der Askese. Zur selben Zeit erlangt er eine außergewöhnliche Meisterschaft im Spiel der Tanbur (einer speziellen Laute).

1905 Die Familie lässt sich erneut in Sahneh nieder. Nur Ali besucht die örtliche Schule.

1906 Während Nur Ali seinen Vater auf einer Pilgerfahrt zum Mausoleum von Soltan begleitet, wird er von Halsschmerzen heimgesucht, die sich unerklärlicherweise so verschlimmern, dass er nach Ablauf von drei Tagen verstirbt. Während man sich aufmacht, um ein Leichentuch zu besorgen, kehrt er zum Leben zurück. Später wird er sagen, dass er dieses Ereignis als einen echten Austausch der Seele erlebt habe, und dass für ihn von jenem Moment an alles anders gewesen sei.
Geburt von Ostad Elahis Schwester Jani; nach dem Tod ihres Bruders wird sie seine Lehren fortführen.

1907 Die Familie zieht wieder nach Dscheyhunabad und setzt das asketische und zurückgezogene Leben fort, das von Fasten und Gebet geprägt ist.

1909 Geburt von Mariam, der zweiten Schwester Ostad Elahis.

1916 Ende des zwölf Jahre dauernden Zeitabschnitts ununterbrochener Askese.

1917 Heirat von Ostad Elahi mit Chanomdschan.

1920 Hadschi Nemat verlässt im Alter von 49 Jahren diese Welt. Ostad Elahi übernimmt die Verantwortung für seine beiden jüngeren Schwestern, die elf und dreizehn Jahre alt sind.
Ostad Elahi legt barfuß die ungefähr 200 Kilometer zu Soltans Mausoleum zurück. Im selben Jahr hält sich Ostad Elahi das erste Mal in der Hauptstadt Teheran auf, wo er einige der großen Musiker dieser Zeit trifft, mit denen er freundschaftliche Verbindungen eingeht.

1921 Rückkehr nach Dscheyhunabad.

1921-1928 Ostad teilt seine Zeit zwischen der Verwaltung seiner Ländereien, den Pilgerfahrten, den Besuchen religiöser Bruderschaften, dem Studium und der Askese auf. Zu dieser Zeit ereignen sich im Iran gewaltige Umwälzungen. Reza Schah, der 1924 an die Macht kommt, setzt der Dynastie der Ghadschar und dem feudalen Herrschaftssystem des Landes ein Ende. In den darauf folgenden Jahren erlässt er ein Programm zur Modernisierung und nimmt insbesondere eine Reform der administrativen Strukturen des Landes vor.

1929 Erneuter Aufenthalt in Teheran.

1930 Ostad Elahi arbeitet im Büro des Kreisverwaltungsreferats in Kermanschah.

1932-1934 Ostad Elahi arbeitet im Büro des Kreisverwaltungsreferats in Tajrisch (einem Stadtteil im Norden Teherans). Parallel dazu schreibt er sich an der Juristischen Hochschule ein. Aufgrund seiner Kenntnisse im Bereich des Rechts und seiner beharrlichen Bemühungen gelingt es ihm, das dreijährige Programm innerhalb eines halben Jahres zu absolvieren.

1934 Er erhält das Diplom der Juristischen Hochschule.
Erste Entsendung als Friedensrichter nach Larestan.

1937 Stellvertretender Staatsanwalt und Untersuchungsrichter beim Amtsgericht in Schiraz.

1939 Staatsanwalt beim Landgericht in Chorramabad.

1941 Präsident der zweiten Kammer des Landgerichts von Kermanschah und Mitglied der Kommission zur Rückerstattung von Grund und Boden.

1944 Präsident der Amtsgerichte und des Gerichts zur Strafverfolgung von Vermögensdelikten in der Provinz von Kerman.

1945 Generalstaatsanwalt in Ghom.

1947 Beurlaubt.

1948 Richter am Berufungsgericht der Provinz Kermanschah.

1950 Direktor der Justizverwaltung von Dschahrom.

1951 Staatsanwalt am Amtsgericht in Teheran.

1953 Staatsanwalt am Berufungsgericht in Teheran.

1955 Richter und anschließend Präsident des Berufungsgerichts und des Schwurgerichts der Provinz Masandaran.

1957 Ostad Elahi geht im Alter von 62 Jahren in den Ruhestand und lässt sich in Teheran nieder.

1963 Veröffentlichung von Beweis der Wahrheit.

1966 Veröffentlichung des Buchs der Könige der Wahrheit von Hadschi Nemat.

1967 Veröffentlichung des Kommentars (von Ostad Elahi) zum Buch der Könige der Wahrheit.

1969 Veröffentlichung von Erkenntnis der Seele.

1974 Ostad Elahi verlässt diese Welt im Alter von 79 Jahren.

1977 Veröffentlichung von Worte der Wahrheit, Band 1.

1991 Veröffentlichung von Worte der Wahrheit, Band 2.

1993 Ostad Elahis Schwester Malek Jan, die seine Lehren fortgeführt hatte, verlässt diese Welt.

1995 Jahresfeier anlässlich des 100sten Geburtstags von Ostad Elahi an verschiedenen Universitäten in Europa und USA.

2000 Gründung der staatlich anerkannten gemeinnützigen Stiftung Fondation Ostad Elahi – Ethique et solidarité humaine.

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