Eines Tages brachte man mir ein Rebhuhn, das den Klang der Tanbur liebte. Sowie ich das Instrument in die Hand nahm, setzte es sich direkt neben mich. Berauscht von der Musik fing es fröhlich zu singen an, griff nach meiner Hand und pickte sie voll freudiger Erregung mit seinem Schnabel. Nachts schlief es auf einem Regal in meinem Zimmer. Eines Morgens zu früher Stunde, als ich noch schlafen wollte, fing es an zu singen. Ich wies es an, dass es schweigen solle. Sofort senkte es den Kopf und war still. Von da an war es so, dass das Rebhuhn sich, wenn es morgens früh erwachte, an mein Bettende setzte, leicht an meiner Decke zog und ein wenig zirpte. Reagierte ich nach zwei oder drei Versuchen nicht, dann verstand es, dass ich schlief, und ging wieder. Wenn ich aber sagte: „Ah, was für eine liebliche Stimme!“, dann hieb es zu singen an. (Worte der Wahrheit)
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Die Ethik ist die eigentliche Essenz der Spiritualität; aus diesem Grund ist es wichtig, die Bedeutung ethischer Werte zu verstehen. Vor einigen Jahren war ein Mann namens K., der dem Stamme der Guran angehörte und in der Gegend sehr angesehen war, bei einem Freund eingeladen. Es waren neben mir noch einige andere Personen anwesend, auch ein Herr G. Man brachte Herrn K. eine Tanbur, und er spielte einige unvollständige und nichtssagende Melodien. Herr G., der um meinen Ruf als Tanbur-Spieler wusste, bestand darauf, dass auch ich spielen solle. Um aber Herrn K. nicht zu beschämen, habe ich es nicht getan. Herr K. nahm an, dass ich mich in seiner Gegenwart nicht zu spielen traute. Ich habe ihn in dem Glauben gelassen und nicht gespielt – denn hätte er meine Tanbur gehört, wäre er sicher sehr entmutigt gewesen. Seid voller Demut anderen gegenüber und begegnet ihnen mit Höflichkeit und Freundlichkeit. ‚Wie einfach es doch ist, ein Gelehrter zu werden, und wie schwierig, ein Mensch zu sein.’ (Worte der Wahrheit) |